Hamburger Eis-Zauber

Was ist der Hamburger Eis-Zauber?

Der erstmalig stattfindende ‚ÄěHamburger Eis-Zauber‚Äú √∂ffnet am 26. November 2011 auf dem Vorplatz der Deichtorhallen seine Tore. Zahlreiche Kunstwerke aus Eis k√∂nnen auf einer Fl√§che von ca. 1000 m2 bei konstanten -7¬į Celsius bestaunt werden! Dies ist die Temperatur, bei der sich die monumentalen Eis-Skulpturen ‚Äěam wohlsten‚Äú f√ľhlen. Erg√§nzt werden die ‚Äěklassischen‚Äú Eis-Skulpturen von modernen Eis-Installationen, f√ľr die sich der Berliner K√ľnstler Christian Funk verantwortlich zeichnet. Er ist der weltweit f√ľhrende Ice-Carver im Bereich ‚ÄěEinfrierungen‚Äú, d.h. er friert mit raffinierten Techniken Pflanzen, Motorr√§der und viele andere Objekte in tonnenschwere Eisbl√∂cke ein, die mit ausgekl√ľgelten Lichtinszenierungen versehen sind.

Eisskulpturen sind, wie der Name schon sagt, Skulpturen, die ausschlie√ülich aus Eis gefertigt werden. Dabei wird nicht etwa das Wasser in eine Form gegossen und dann eingefroren, sondern die Skulptur mit Hilfe von oft selbst hergestellten Spezialwerkzeugen aus speziell gefertigten Eisbl√∂cken herausgearbeitet. Die Fertigung dieser Bl√∂cke ist komplex. Das verwendete Wasser muss absolut frei von Schwebstoffen und Gasen sein, der Gefriervorgang unter bestimmten Bedingungen erfolgen, damit die fertigen Bl√∂cke kristallklar werden. Je nach Gr√∂√üe wiegt ein Eisblock bis zu 1,5 Tonnen. Er kann dann nur noch mit schwerem Ger√§t wie Gabelstaplern bewegt werden. Sobald der Block gefertigt ist, muss er konstant mit ‚Äď 7¬į Celsius gek√ľhlt werden. Bei h√∂heren Plus-Temperaturen w√ľrde er nat√ľrlich anfangen zu schmelzen, bei niedrigeren Temperaturen w√ľrde das Eis austrocknen und br√ľchig werden, und somit nicht mehr f√ľr die Bildhauerei verwendbar sein. Die Einhaltung der Temperatur beim Transport gew√§hrleisten K√ľhl-LKWs, damit die Bl√∂cke von der Fertigung bis zum Ausstellungsort schadenfrei transportiert werden. Dort angekommen, werden die Eis-Bl√∂cke umgehend in den Ausstellungsraum, in unsere speziell isolierte Thermo-K√ľhlhalle gebracht. Diese K√ľhlhalle reguliert mit Hilfe einer Computer gesteuerten K√ľhlanlage, mittels Luftschleusen und isolierenden W√§nden die Temperatur im Inneren. So kann auch bei laufender Ausstellung und vielen Besuchern im Zelt die Temperatur konstant gehalten werden.


In der K√ľhlhalle beginnen dann die Ice-Carver mit ihrer Arbeit und fertigen die Skulpturen aus den einzelnen Bl√∂cken nach entsprechend eigens erstellten ma√üstabgetreuen Vorlagen an. Durch ‚ÄěAnfrieren‚Äú k√∂nnen mehrere Bl√∂cke so verbunden werden, als w√§ren sie quasi verschwei√üt, so dass auch sehr gro√üe Figuren aus einer Vielzahl von unterschiedlich gro√üen Bl√∂cken entstehen k√∂nnen. Die Bl√∂cke ruhen bei der Bearbeitung und der sp√§teren Ausstellung auf Podesten, die dem tonnenschweren Gewicht gewachsen sind und zudem ein Geheimnis h√ľten: In ihnen ist die Lichttechnik installiert, die die fertigen Kunstwerke ‚Äěvon Innen‚Äú strahlen lassen wird. Die verwendeten Strahler d√ľrfen nur wenig W√§rmestrahlung abgeben und m√ľssen mit einem Ventilator gek√ľhlt werden, nur so kann ein fr√ľhzeitiges Schmelzen der Skulpturen verhindert werden.


Um den Hamburger Eis-Zauber perfekt pr√§sentieren zu k√∂nnen, ben√∂tigen die verschiedenen internationalen K√ľnstler-Teams eine Produktionszeit von gut vier Wochen, in der die Eisskulpturen und Installationen kunstvoll kreiert werden.

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